Der Sternekoch unter den Tischlern

Will Acland gilt als einer von Englands besten Tischlern

Schweizer Präzision für Englands beste Tischler

Wer von sich sagen kann, er habe bei Paul Bocuse oder Jamie Oliver kochen gelernt, hat beste Referenzen. So ähnlich dürfte es bei Waters & Acland sein, die man zu Englands besten Tischlern zählt. Für ihre edlen Oberflächen vertrauen sie auf Präzisionsschleifmaschinen aus der Schweiz …
Genaugenommen sind Waters & Acland eine ganz normale Tischlerei im Lake District National Park. Wer jedoch ihre Arbeiten sieht, beginnt zu verstehen warum sich Tischler aus ganz England darum reißen bei ihnen zu lernen und in diese Ausbildung erhebliche Summen investieren: „Deshalb sind wir heute nicht nur eine Tischlerei, sondern auch eine Schule für Tischler“, erzählt Will Acland. Oliver Waters und er haben schon zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten und auch der bekanntermaßen handwerksaffine Prinz Charles hat den außergewöhnlichen Betrieb bereits mit seinem Besuch beehrt. Zu den Kunden zählen prominente Namen wie Burberry ebenso wie private Liebhaber feiner Arbeiten.

Werkstatt- und Schulbetrieb laufen dabei Hand in Hand. Angeboten werden einwöchige bis einjährige Kurse, in denen sich schon ausgebildete Tischler weiter perfektionieren können. Die Besonderheit von Waters & Acland ist dabei, dass nicht nur handwerkliche Vollendung vermittelt wird. Auch das Möbeldesign ist sehr wichtig, womit man sich nahtlos in eine lange Reihe englischer Gestalter wie Adams oder Chippendale einfügt. Diese Bemühungen führten wohl dazu, dass Waters & Acland heute zu den anerkannt besten Tischlern Englands gezählt werden.

Perfekte Arbeit braucht gutes Werkzeug

Eine Besichtigung der Werkstätten lässt das Herz jedes Werkzeug-Liebhabers sofort höher schlagen: Fein säuberlich poliert hängen die für England so typischen Gusseisenhobel an den Wänden, darunter auch seltene Exemplare die heute kaum noch zu bekommen sind. Manche der Stemmeisen haben offensichtlich selbst gedrechselte Griffe aus edlen Hölzern und sehen auch so aus, als wären sie noch nie unsachgemäß mit eisernen Hämmern malträtiert worden. „Für perfekte Arbeit braucht man eben gutes Werkzeug“, lächelt Will Acland über den Besucher, der kaum seine Blicke von dieser Pracht lösen kann, „Das gilt für Handwerkzeug genauso wie für die Maschinen.“

Apropos Maschinen – deswegen sind wir ja eigentlich hier. Logisch, dass sich der Maschinenraum ebenso makellos sauber wie der Rest präsentiert. Und auch die Maschinenausstattung ist vom Feinsten, nur anerkannte Qualitätsmarken sind zu sehen. Die beiden Schleifmaschinen stammen vom Schweizer Präzisionshersteller Kündig – aus gutem Grund, versichert Acland: „Wir behandeln unsere Stücke meist mit einer aufwendig polierten Öloberfläche. Dieses Verfahren funktioniert aber nur wenn die Vorarbeiten, also das Schleifen, exakt ausgeführt werden.“ Und da hätten seine Kündig Premium-2 1100-RE und die Kündig Uniq Kantenschleifmaschine definitiv Vorteile, versichert er. Da drängt sich natürlich die Frage auf, warum Waters & Acland nicht gleich dem Diagonal-Schleifverfahren der Kündig Brilliant den Vorzug gab? „Weil es nicht notwendig war“, sagt Acland: „Schon das konventionelle Schleifverfahren funktioniert bei Kündig außergewöhnlich gut.“ Was seiner Ansicht nach mit der hohen Präzision dieses Schweizer Qualitätsproduktes zusammenhänge: „Natürlich wären mit den schräggestellten Aggregaten der Diagonalschleiftechnik nochmals deutlich feinere Schleifergebnisse möglich. Wegen unseres Schulbetriebes wollten wir aber ein Schleifverfahren, das der Realität anderer Betriebe mehr entspricht und bei dem unsere Schüler lernen, eine perfekte Oberfläche selbst herzustellen.“

„Jeder will doch eine Kündig“

Bei der nun folgenden fachlichen Diskussion räumt er aber ein, dass gerade bei seinen in England noch eher raren, geölten Oberflächen eine möglichst feine Schleifgüte vorteilhaft wäre. Das begeistere ihn ja so, meint er: „Ich halte die Kündig wegen ihrer Schleifqualität für die ideale Maschine im exklusiven Arts and Crafts.“ Unter den besten Tischlern des vereinigten Königreiches habe sich Kündig deshalb zu Recht einen guten Ruf erworben, sagt Acland: „Viele wollen doch eine Kündig, für mich ist das einfach die Beste.“